Hagener CDU: „Das Maß ist voll“

9. Dezember 2021

„Es reicht! Die Grenze des Erträglichen für die Tierhalter, aber auch für die Bürgerinnen und Bürger ist endgültig überschritten.” Mit diesen Worten reagiert Udo Allmers im Namen der Hagener CDU-Fraktion auf die durch den Wolf gerissenen Schafe am Weserdeich am vergangenen Wochenende. Es kann nicht sein, dass eine ganze Region durch dieses Raubtier tyrannisiert wird und wir als zivilisierte und moderne Gesellschaft nicht in der Lage sind, das Problem zu lösen.

„Wo sind denn die Wolfsbefürworter, wenn es darum geht, die getöteten Schafe von der Weide zu holen?”, fragt Allmers provokant. Es hat sich doch gezeigt, dass die mit erheblichem finanziellen Aufwand und Arbeitszeit der Tierhalter für den Aufbau und Pflege erstellten Schutzzäune den Wolf nicht abhalten können. Die Tierhalter und Landwirte haben das vorhergesagt, aber es war den Versuch wert. Am Ende bleibt nur die Stallhaltung. Aber das will die Gesellschaft ja auch nicht.

„Und was macht der Wolf, wenn es uns wirklich gelingt, alle Nutztiere wolfssicher einzuzäunen oder einzusperren. Begibt der Wolf sich dann in den Hungerstreik?“, lässt Allmers die Frage unbeantwortet. Für die CDU-Fraktion ist das Ignorieren des Problems durch den Landkreis, Landesregierung und auf Bundesebene absolut inakzeptabel. Die Verantwortlichen auf diesen Ebenen müssen endlich Initiativen ergreifen, damit die Wolfspopulation soweit reduziert wird, dass keine Gefahr mehr für Menschen und Nutztiere besteht. Das Entnehmen einiger Problemwölfe reicht nicht mehr aus.  Auch bestehende Gesetze auf Bundes- oder EU-Ebene kann man verändern.

Wir fordern die politischen Entscheidungsträger im Land und im Bund auf, sich nicht weiter mit Verweis auf ungeklärte Zuständigkeit, Bürokratie und bestehende Gesetze herauszureden, sondern endlich zu handeln, damit der Wolf keine Gefahr mehr für die Menschen und Nutztiere in unserer Region darstellt.